Mein Modedesign Praktikum im Atelier Mondschein in Wien

Hallo, ich heiße Teresa und bin seit vorgestern 18 Jahre alt. ;) Gerade besuche ich eine 5-jährige Modeschule im 16. Bezirk in Wien, die KunstModeDesignHerbststrasse. 

Aller Anfang gestaltet sich schwer - der Beginn meines Ferialpraktikums

Der Sommer ist vor der Tür gestanden und ich wusste genau, dass ich bis zu meiner Matura ein Pflichtpraktikum abschließen musste. Diesen Sommer, nächsten Sommer – egal. Hauptsache vor Antritt der 5. Klasse. 

Nachdem ich also zig Bewerbungen verschickt hatte, schwand irgendwie auch meine Lust, von dem zugegebenermaßen „wohlverdienten“ Sommer einen Monat abzwicken zu müssen und in dieser Zeit arbeiten zu gehen. 

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Als ich jedoch durch eine Lehrperson auf das Unternehmen Mondschein aufmerksam gemacht worden bin, ergriff ich meine Chance und verschickte doch noch eine allerletzte Bewerbung. Meine Freude war riesig, als ich kurz darauf zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, Gabriele kennenlernen zu dürfen, die wie sich später herausstellte, mich schon kennt seitdem ich ein Kind war.

Arbeitsklima über alles im Wiener Atelier

Kommt euch das bekannt vor? Man kommt in ein Geschäft. Stöbert durch. Sieht sich die Produkte an. Frisch genäht. Fein verarbeitet. Angenehm neutraler Duft. Das Geschäft hat eine total gemütliche Atmosphäre. Der erste Eindruck ist einladend. Man fühlt sich willkommen. So ging es mir, als ich das Atelier Mondschein zum ersten Mal betrat. 

Insgeheim wusste ich schon, dass ich hier gerne arbeiten würde und vielleicht auch gar nicht so schlecht reinpassen würde. Nach einer Woche war mir bereits klar, dass ich mich hier nicht nur wohl fühle, sondern auch gerne jeden Tag in die Arbeit komme. Das Pflichtgefühl war gänzlich verpufft und das Vergnügen am handwerklichen Ausleben stand im Vordergrund. 

Kreatives Arbeiten trifft auf Handwerk und Design

Ich war schon immer ein Mensch, der am glücklichsten war, wenn er etwas Neues kreieren konnte. Egal ob es eine Sandburg war, eine Seife, das Filzen in der Volksschule, das Töpfern im Gymnasium oder jetzt aktuell das Nähen und Designen in der Schule. Schon oft wurde mir gesagt, dass ich bei handwerklichen Dingen sehr aufgehe und gleichzeitig eine gewisse Ruhe ausstrahle. Mittlerweile teile ich diese Ansichten. - Denn: Die Faszination, aus einem Stoff etwas Praktisches, zugleich aber auch Schönes zu schaffen, wird mich vermutlich immer begeistern. Genau deshalb glaube ich, hier richtig gelandet zu sein.

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(c) Clemens Lechner

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(c) Clemens Lechner

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(c) Clemens Lechner 

Vom Bett in die Arbeit – Mein neuer Praktikums-Alltag.

Als Morgenmuffel aus dem Bett kriechen. Zerknautscht in die Küche, die Kaffeemaschine anwerfen. In der einen Hand den heißen, fast schon zu heißen Kaffee, in der anderen Hand die Musikbox, von dem Einen auf das andere Bein schwingend zur Musik. So stehe ich vor dem Kleiderschrank und treffe meine Outfitwahl. Dann schnell ins Bad. Zahnbürste in den Mund. „Flatsch.“ - Wasser ins Gesicht. Tasche um die Schulter, Schlüssel in die Hand. Haus verlassen. Mit Straßenbahn und U-Bahn über den schnellsten Weg vom Neunten Bezirk in den Dritten. Begrüßt mit einem herzlichen „Guten Morgen“ beim Betreten des Ateliers kann der Arbeitstag starten. Es ist halb neun. 

Mein Aufgabenbereich im Atelier Mondschein ist schwer zu definieren. Wenn mich Freunde fragen, was ich denn genau mache, dann weiß ich manchmal gar nicht, wo ich anfangen soll ;-) Von Nähen, über Zuschneiden, Verpacken, Auspacken, Verräumen bis hin zu Recherchearbeiten, etc. mache ich so vieles. Die Abwechslung ist groß und macht mein Praktikum hier einmalig. 

Mein Arbeitstag wird durch eine gemütliche Mittagspause unterbrochen. Meist lege ich mich, angehängt an meine Kopfhörer, auf eine Parkbank und genieße mit einem Stück Gebäck in der Hand die frische Luft. Ich beobachte das Stadtleben. Die Entspanntheit, die von der Mehrheit der Menschen an den Tag gelegt wird, wenn Sommer ist. Denn sind wir uns ehrlich: Nach so einem herausfordernden Jahr kann man nur glücklich sein über jegliches Entspannen im Freien. 

Im Anschluss an die Pause geht es voll mit Motivation getankt weiter, bis ich dann gegen 17 Uhr meinen Arbeitstag beende. 

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(c) Mondschein

Carpe Diem - Wenn Arbeiten Spaß macht und die Zeit einfach verrennt.

Jeden Tag staune ich auf’s Neue, wie schnell es dann schon wieder Nachmittag ist und ich mich auf den Weg nach Hause mache.

Daheim angekommen bin ich zwar etwas erschöpft - wahrscheinlich auch, weil ich es einfach noch nicht ganz gewöhnt bin, im Sommer zu arbeiten und ich davor einen ganzen Monat Urlaub genießen konnte. 

Trotz allem wird der Abend genutzt. Egal ob mit aufwendig kochen, sich mit Freunden treffen, durch die Wohnung tanzen, spazieren durch die Stadt, oder abendliche Fahrradfahrten entlang des Donaukanals. - Ich bin grundsätzlich überzeugt davon, dass man den Tag nutzen sollte. 

Hab aber auch immer im Hinterkopf, dass der nächste Tag ansteht und es von Vorteil ist, ausgeschlafen in der Arbeit zu erscheinen. ;-)

Liebe Grüße, Teresa

Über mich

Hallo, mein Name ist Gabriele Lechner.

Ich bin Gründerin und kreativer Kopf hinter MONDSCHEIN seit 2015. 

Ganz viel Inspiration und Energie für meine Designs von Taschen und Tücher und meine Arbeit rundherum kommt aus meinen Wurzeln und unserer Tradition. 

Hier teile ich mit euch

  • Geschichten hinter meinem Unternehmertum, das Leben rund ums Atelier und was mich beschäftigt. 
  • Inspirationen zum Thema Mode und Lifestyle und
  • aus meiner Sicht einen kleinen Puzzleteil zu einem nachhaltigeren Leben. – Mein Wissen über Pflege, Reparatur und Qualität von den schönen Dingen des Lebens.